Die neuen Berlin-Serien mit Suchtfaktor

Die neuen Berlin-Serien mit Suchtfaktor


In den letzten vier Jahren wurde Berlin auffallend oft als Schauplatz für
(inter-)nationale Serienproduktionen auserkoren. Das liegt zum einen an seiner ereignisreichen Geschichte, zum anderen sicherlich an seinem gegenwärtigen Sex-Appeal. Sieben Serien-Highlights, die Sie Ihrer Watchlist unbedingt hinzufügen sollten.

In den letzten vier Jahren wurde Berlin auffallend oft als Schauplatz für
(inter-)nationale Serienproduktionen auserkoren. Das liegt zum einen an seiner ereignisreichen Geschichte, zum anderen sicherlich an seinem gegenwärtigen Sex-Appeal. Sieben Serien-Highlights, die Sie Ihrer Watchlist unbedingt hinzufügen sollten.

Text: Patrick Lindner, Foto: Frank Ockenfels

Deutschland 83

 Die Geschichte eines jungen DDR-Soldaten, der zum Spion wurde, sorgte bei ihrer Erscheinung 2015 für internationalen Beifall und für nationale Häme. Während die Serie 2016 mit einem internationalen Emmy als beste Drama-Serie ausgezeichnet wurde, bezeichnete die Bild-Zeitung sie als Flop des Jahres. Zu pathetisch in Bildsprache und geschichtlicher Aufbereitung war sie in den Augen vieler Kritiker. Mittlerweile läuft die zweite Staffel der in Potsdam und Berlin gedrehten Serie unter dem Titel „Deutschland 86“ und erfreut sich positiver Resonanz.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann die Serie über den Streaminganbieter Prime Video (Amazon) anschauen.  

Babylon Berlin

Die Co-Produktion der ARD und des Pay TV-Anbieters Sky, „Babylon Berlin“ hat einen regelrechten Hype um die goldenen Zwanziger Jahre ausgelöst. Auf Basis des Romans „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher manövrieren sich Kommissar Gereon Rath und Assistentin Lotte Ritter durch das zwielichtige Berlin der niedergehenden Weimarer Republik. Geführte Touren zu den Drehorten der Kultserie, 20er-Jahre Tanztees oder historische Cocktail-Abende geben Fans reichlich Gelegenheit ihrer Serienleidenschaft auch fernab der heimischen Couch nachzukommen. Denn bis zum Start der dritten Staffel müssen sie sich noch gedulden.

Die ersten beiden Staffeln sind zurzeit über die Streaminganbieter Prime Video (Amazon) und iTunes erhältlich.

Dogs of Berlin

Bei der Netflix-Produktion „Dogs of Berlin“ handelt es sich gewissermaßen um „Babylon Berlin“ im Gewand der Neuzeit. In der Krimiserie ermitteln die zwei Polizisten Erol Birkan und Kurt Grimmer im Fall eines ermordeten deutsch-türkischen Fußballnationalspielers. Hierbei werden sie nicht nur mit einem Sumpf aus Drogen, Clan-Gewalt und Rechtsextremismus, sondern auch mit ihren persönlichen Ängsten konfrontiert. Die Kritiken des stilisierten Großstadt-Krimis sind bislang durchmischt. Aber überzeugen Sie sich selbst.

„Dogs of Berlin“ ist seit Dezember 2018 beim Streaminganbieter Netflix zu sehen.  

Berlin Station

Die US-amerikanische Thriller-Serie spielt im Milieu der internationalen Geheimdienste. Die Hauptfigur Daniel Miller arbeitet bei der CIA und wird in Staffel 1 nach Deutschland versetzt, um einen Whistleblower aufzuspüren. Die zweite Staffel von Berlin Station befasst sich mit den Machenschaften der fiktiven Partei „Perspektive für Deutschland“. In Staffel 3 widmet sich CIA-Agent Miller einer pro-russischen Verschwörung in Estland.

Deutsche Zuschauer können Berlin Station beim Streaminganbieter Netflix anschauen.    

4 Blocks 

Mehr als 2,5 Millionen Zuschauer haben bereits die Machenschaften krimineller arabischer Familienclans in der Serie „4 Blocks“ auf dem Sender TNT verfolgt. Anschlaulich zeigt sie das Leben der Familie zwischen Neuköllner Alltag, Gewalt und Kriminalität. Eine dritte und letzte Staffel ist bereits in Arbeit.

Die erste Staffel ist aktuell auf Prime Video (Amazon) zu sehen, die zweite auf Sky.

Die Protokollantin

Die fünfteilige Krimiserie des ZDF dreht sich um Freya Becker, die als Protokollantin im Morddezernat des LKA Berlin arbeitet. Seit Jahren kämpft die Hauptfigur mit dem ungeklärten Verschwinden ihrer damals elfjährigen Tochter. Als sie mit dem Mordfall eines jungen Mädchens konfrontiert wird, kommen alte Gefühle in ihr hoch, und sie beschließt den Mörder mit ihrem Vorgesetzten aufzuspüren. Wir finden: Ein vielschichtiger Krimi mit Iris Berben in Topform.

Noch bis April 2019 verfügbar über die ZDF-Mediathek.      

Charité – die zweite Staffel

Dem Genre der Krankenhausserie konnte die ARD-Produktion „Charité“ neuen Glanz verleihen. Mit 8,41 Mio. Zuschauern erzielte die erste Staffel im März 2017 die höchsten Einschaltquoten einer Primetime-Serie seit 13 Jahren. Seit letztem Jahr wird die Geschichte um die aufstrebende Hilfsschwester Ida Lenz sogar in den USA, Großbritannien und Skandinavien ausgestrahlt (über Netflix). Die zweite Staffel befindet sich gerade in Postproduktion und macht einen Sprung vom Ende des 19. Jahrhunderts zum Aufkommen der Nazi-Diktatur.

Ein Sendetermin wurde von der ARD noch nicht bekannt gegeben.