Esther Perbandt: Mode inspiriert vom Asphalt der Stadt

Esther Perbandt: Mode inspiriert vom Asphalt der Stadt


Die Berlinerin Esther Perbandt entwirft Bekleidung, die ihre Trägerin stark machen soll – das ist ihre Mission. Die Lieblingsfarbe der Designerin ist Schwarz – das Schwarz der Straßen Berlins. Ein Besuch.

Die Berlinerin Esther Perbandt entwirft Bekleidung, die ihre Trägerin stark machen soll, das ist ihre Mission. Die Lieblingsfarbe der Designerin ist Schwarz – das Schwarz der Straßen Berlins. Ein Besuch.

Text: Redaktion BBE, Foto: Birgit Kaulfuß

Sie sei ein „typisches Kind der 70er und 80er Jahre“, beschreibt sich Esther Perbandt, ohne Fernsehen, aber mit einer großen Kleiderkiste: „Ich bin ständig in neue Identitäten geschlüpft, habe mich ausprobiert“, sagt die Berliner Designerin, „mit zwölf Jahren stand für mich fest, dass ich Mode machen will.“ Diesen Weg hat sie dann auch eingeschlagen; Perbandt studierte in Berlin und Paris, ihr Unternehmen brachte sie 2004 an den Start. Die deutsche Hauptstadt habe sie stets inspiriert, sagt die gebürtige Berlinerin, das Schwarz des Asphalts wurde ihr Markenzeichen.

Sie habe lange gebraucht, um ihre „eigene Handschrift zu finden“, sagt Esther Perbandt, ungeduldig sei sie und perfektionistisch – was ja nicht unbedingt von Nachteil sein muss, wenn man ihre Erfolge betrachtet. Sie arbeitet mit Künstlern aus den Bereichen Film, Musik und Fotografie, entwarf die Arbeitsuniformen für die Komische Oper Berlin. Ihre Shows wie zum Beispiel jene in der Berliner Volksbühne anlässlich der Fashion Week, in der sie Größen wie Veruschka von Lehndorff für sich laufen ließ, gelten als legendär – nicht nur in Deutschland, auch international.

Einem breiten Publikum wurde Perbandt durch die Casting-Show „Making the Cut“ von Heidi Clum und dem amerikanischen Modeberater Tim Gunn bekannt. „Für diese Show sind wir einmal um die ganze Welt gereist“, berichtet die Designerin, „ich war die einzige Frau aus Europa und die einzige Teilnehmerin aus Deutschland unter den zwölf internationalen Designern.“ Die Folgen wurden während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 auf Amazon Prime ausgestrahlt; Esther Perbandt belegte den zweiten Platz. Natürlich wäre ihr der Sieg lieber gewesen, sagt sie freimütig, aber dazu hätte sie Farbakzente in ihre Kollektion einbauen müssen – und das wollte sie nicht.

Ein Erfolg war die Show dennoch für Esther Perbandt: der US-amerikanische Markt ist ihr größter Umsatzbringer. Zwei Kollektionen entwirft sie pro Jahr, dazu kommen die Klassiker, die ihre Kundinnen über mehrere Saisons hinweg kaufen können. Diese sind zwischen 35 und 70 Jahre alt, und das sei auch schon die einzige Gemeinsamkeit. Die Kollektionsstücke sind in den Größen 34 bis 46 erhältlich; kleinere oder größere Stücke gibt es als Einzelanfertigung.

Dass Berlin diese Strahl- und Inspirationskraft für sie besitzt, habe auch etwas mit ihrer „Heritage“ zu tun: „Meine Urgroßmutter hatte ein Modegeschäft außerhalb Berlins, aber sie reiste gern hier her. Wenn ich mir vorstelle, wie sie in den 20er Jahren mit kurzem Haar und Zigarette hier auf Entdeckungsreise war, das ist ein Bild, das in mir habe.“ Ihren eigenen Stil bezeichnet sie als „post-feministisch“, er sei ebenso minimalistisch wie feminin.

Und ihre Pläne? Weiter wachsen möchte sie mit ihrer Marke, sagt Esther Perbandt, weiter inspiriert von den Straßen Berlins. Ein guter Plan.

Für alle Fragen rund um Ihr Vermögen steht Ihnen Roland Lis, Berater Privatkunden, Weberbank Actiengesellschaft, telefonisch und per E-Mail zur Verfügung: Tel.: (030) 897 98 – 403, E-Mail: roland.lis@weberbank.de

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