Faszination Orient

Faszination Orient


Das Museum Barberini in Potsdam beleuchtet mit „Rembrandts Orient“ die Begeisterung des niederländischen Künstlers und seiner Zeitgenossen für ferne Länder und den Einfluss des Exotischen auf ihr Schaffen. Pandemiebedingt sind derzeit ausschließlich virtuelle Rundgänge und Führungen möglich.

Das Museum Barberini in Potsdam beleuchtet mit „Rembrandts Orient“ die Begeisterung des niederländischen Künstlers und seiner Zeitgenossen für ferne Länder und den Einfluss des Exotischen auf ihr Schaffen. Pandemiebedingt sind derzeit nur virtuelle Rundgänge und Führungen möglich.

Text: Redaktion BBE, Foto: : © Kunstmuseum Basel, Vermächtnis Max Geldner, Basel

Prächtige Turbane, kostbare Gewänder, blitzende Dolche: Die Gemälde der niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts nehmen den Betrachter mit in eine Welt wie aus 1001 Nacht. Die Begeisterung für das Fremde und Exotische hatte die Künstler in seinen Bann gezogen und in einen Schaffensrausch gestürzt. Dass Motive wie biblische Szenen, Porträts und Stillleben, jedes für sich eine Hommage an die Vorstellung vom Orient und seiner Kultur, auf einmal en vogue wurden, hatte seinen Grund: Der Handel mit dem östlichen Mittelmeerraum und Asien blühte; Teppiche, Seide und Accessoires aus diesem Gebiet – zu Rembrandts Zeiten geografisch als Orient bezeichnet – gerieten zu Prestigeobjekten.

In der aktuellen Ausstellung „Rembrandts Orient“ fügt das Museum Barberini in Potsdam aus 110 Exponaten von Künstlern jener Epoche – darunter neben Rembrandt z.B. auch Jan Lievens, Ferdinand Bol, Wilhelm Kalf – die individuellen Sichtweisen der Kunstschaffenden zu einem Gesamtwerk zusammen, das von Wunschbildern und phantastischen Projektionen geprägt ist.

Möglich wurde diese Ausstellung, die vom Museum Barberini in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Basel konzipiert wurde, durch die Unterstützung von mehr als 50 internationalen Leihgebern, darunter der Kaiser Friedrich Museumsverein (KFMV) in Berlin. Seit seiner Gründung 1897 baut der Förderverein seine Gemälde- und Skulpturensammlung kontinuierlich aus. Derzeit sind über 114 gemalte Werke in der Gemäldegalerie am Kulturforum und mehr als 166 Skulpturen im Bode-Museum der Öffentlichkeit als Dauerleihgabe zugänglich. Zu den bekanntesten Schätzen der Sammlung zählt „Der Mann mit dem Goldhelm“, der bereits im Gründungsjahr vom KFMV erworben wurde. Das Werk wird inzwischen nicht mehr Rembrandt, sondern seinem Umfeld zugeschrieben.

Noch bis zum 27. Juni ist das Porträt eines unbekannten Mannes in der Ausstellung „Rembrandts Orient“ zu sehen. Kunstinteressierte können sich auf einer 360° Tour durch die virtuellen Räume bewegen oder Tickets für digitale Führungen buchen. Spätestens dann dürfte die Faszination der niederländischen Maler des 17. Jahrhunderts für „den Orient“ überspringen.

Rembrandts Orient
Museum Barberini
Alter Markt
Humboldtstraße 5 – 6
14467 Potsdam

Online Live Touren

360° Tour

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung: Luzi Teber, Leiterin Marketing und Kommunikation, Weberbank Actiengesellschaft, Tel.: (030) 897 98 – 380, luzi.teber@weberbank.de

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