Intuition und Leidenschaft

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Wenn es um die Entwicklung und Förderung der hiesigen Filmwirtschaft geht, darf ihr Name nicht fehlen – Kirsten Niehuus. Anlässlich der Berlinale sprach die Geschäftsführerin der Filmförderung des Medienboard Berlin-Brandenburg über die Erfolge ihres Engagements – und die Wirtschaftskraft der Branche.

Wenn es um die Entwicklung und Förderung der hiesigen Filmwirtschaft geht, darf ihr Name nicht fehlen – Kirsten Niehuus. Anlässlich der Berlinale sprach die Geschäftsführerin der Filmförderung des Medienboard Berlin-Brandenburg über die Erfolge ihres Engagements – und die Wirtschaftskraft der Branche.

Text: Anke Bracht, Foto: Sabine Engels

Sie kennt die deutsche Filmbranche wie keine zweite: Seit 2004 ist Kirsten Niehuus Geschäftsführerin der Filmförderung des Medienboard Berlin-Brandenburg. Davor war die Juristin mehr als zehn Jahre lang in verschiedenen Positionen in der Filmbranche tätig, unter anderem als stellvertretender Vorstand der Filmförderungsanstalt (FFA).

Mit 26 Millionen Euro jährlich unterstützt die Filmförderung des Medienboard Berlin-Brandenburg Projekte von Nachwuchsregisseuren ebenso wie von Regie-Stars. Auch TV-Produktionen wie die hochgelobte Serie „Babylon Berlin“, Kinderfilme und Dokumentationen, Experimentalfilme und Videokunst-Projekte profitieren von dem Budget. Zur letzteren Sparte zählt das viel beachtete Projekt „Manifesto“ des Künstlers Julian Rosenfeldt unter Mitwirkung von Weltstar Cate Blanchett.

Es habe 20 Jahre gedauert, bis sich Berlin als Hauptstadt der deutschen Filmbranche etabliert habe, sagte Niehuus anlässlich der Berlinale-Eröffnung im Interview mit dem rbb. Mit über 50.000 Jobs in Berlin-Brandenburg, die unmittelbar mit der Filmbranche in Verbindung stehen, habe sich diese zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Metropolregion entwickelt. „Film ist nicht nur eine Kunstform“, so Niehuus, „wenn 100 Leute am Set arbeiten und das über Monate, bringt das Jobs.“

Sie verfolge die Berlinale mit Stolz, sagt die Geschäftsführerin der Filmförderung, immerhin stehen von den 13 mit Medienboard-Geldern unterstützten und bei der Berlinale aufgeführten Filmen drei Projekte im Wettbewerb.