Macher und Visionär – Bob Hanning

Macher und Visionär – Bob Hanning


Gewinn der Vereinsweltmeisterschaft, im Finale des Europapokalwettbewerbs und Platz vier der Bundesliga, Bob Hanning, Manager der Füchse Berlin kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken.

Text: Anke Bracht, Foto: studiofw.de/Füchse

Gewinn der Vereinsweltmeisterschaft, im Finale des Europapokalwettbewerbs und Platz vier der Bundesliga – „wer damit nicht zufrieden ist, müsste aber auch wirklich zum Arzt“, kommentierte Bob Hanning, Manager der Füchse Berlin jüngst im Interview den Abschluss der letzten Saison. Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel und einen Grund, sich auf den Lorbeeren der vergangenen Spielzeit auszuruhen, sieht Hanning nicht. Schließlich konkurrieren in der Sporthauptstadt Berlin seine Füchse mit anderen beliebten Sportarten und Vereinen wie Hertha BSC, Alba Berlin oder BR Volleys im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Fans.

Doch der aus Essen stammende Robert Hanning, Spitzname „Bob“ gilt als geschickter Strippenzieher – sowohl als Geschäftsführer der Füchse Berlin als auch in seiner Funktion als Vizepräsident Leistungssport im Deutschen Handballbund (DHB). Bereits früh in seiner Karriere hat er sich dafür entschieden, sowohl vereinsseitig wie auch in nationaler Funktion zu agieren. So stand er von 1997 bis 2000 als Assistent an der Seite von Bundestrainer Heiner Brand. Seine letzte Station als Vereinstrainer vor dem Wechsel nach Berlin war der HSV (2002 bis 2005).

Seit zwölf Jahren managt der 49-jährige inzwischen die Füchse, 2007 stieg er mit dem Verein in die Bundesliga auf. Der gelernte Kaufmann engagiert sich für besonders für die Jugendarbeit, auch die Eliteförderung hat Hanning in den letzten Jahren vorangetrieben – Stichwort „Füchse Town“. Im Sportforum Berlin Hohenschönhausen, wo die Füchse ihre sportliche Heimat gefunden haben, befinden sich Trainingszentrum und Spielstätte der Jungfüchse. Hier treffen alle Leistungsklassen aufeinander. Hanning arbeitet intensiv mit den Nachwuchstalenten, bezeichnet es als seine „Kernkompetenz, junge Menschen zu motivieren und ihnen Leitbilder mitzugeben.“ Über den Erfolgsdruck, mit dem der Start in jede neue Saison verbunden ist, sagt er: „Erfolg ist für die Mannschaft wichtig, für die Zuschauer auch, aber mein Traum und meine Vision sind nicht vom Tabellenplatz abhängig. Mein Motto ist Motivation durch Identifikation.“ Gerade hat er seinen Vertrag bis 2023 verlängert.

Im Gegensatz dazu will er sein Engagement als Funktionär nach dem Ablauf der Legislaturperiode beenden. Die Weberbank, seit 2015 Partner der Füchse, wünscht Bob Hanning und seinem Team eine erfolgreiche Saison 2017/18.

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