Unternehmensübergabe, neu gedacht

Unternehmensübergabe, neu gedacht


Als Heiko Thomas vor einigen Jahren sein Unternehmen an einen Nachfolger übergab, sah er sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Heute berät er Klienten in ähnlicher Situation und begleitet den Prozess der Transaktion.

Als Heiko Thomas vor einigen Jahren sein Unternehmen an einen Nachfolger übergab, sah er sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Heute berät er Klienten in ähnlicher Situation und begleitet den Prozess der Transaktion.

Text: Anke Bracht, Foto: Michael Wernitz

Das Thema Unternehmensverkauf kam ganz plötzlich auf: „Ich hatte die operative und strategische Entwicklung der Firma tagtäglich im Blick, aber nie das Ziel einer Veräußerung“, sagt Heiko Thomas. Aber die Fakten sprachen für sich – keines seiner Kinder wollte das international tätige Unternehmen mit 250 Mitarbeitern weiterführen. Hinzu kamen gesundheitliche Aspekte, die eine Entscheidung pro Verkauf befürworteten. „Wir verkauften und machten die Erfahrung, dass wir endlich auch wieder private Träume leben können“, sagt der heutige Berater. Dennoch musste er sich bei der Transaktion vielen – auch unangenehmen Herausforderungen stellen. „Unser Verkauf des Lebenswerkes verlief teilweise schmerzhaft und fehlerbehaftet. An der Stelle habe ich viel Lehrgeld gezahlt. Ich lernte und erkannte wie eine Firmenübergabe funktionieren muss“, resümiert Heiko Thomas. Gleichzeitig erkannte er in seinen negativen Erfahrungen auch eine Chance: „Als unternehmerisch und positiv denkender Mensch entwickelte sich daraus meine Vision, dass andere Unternehmer von meinen Erfahrungen und dem Wissen von Profis profitieren sollen. Gemeinsam mit zwei Mitgesellschaftern entwickelte sich daraus die ENWITO.“

Investitionen in neue Technologien sind unabdingbar

Heute stehen die ENWITO und ihre Marke intelligentis für Unternehmenstransaktionen, deren Prozess sich auf zwei Kernthemen stützt – die technologisch kompetente Digitalisierung von Unternehmen und das aktive Steuern von Unternehmenstransaktionen sowohl für die Käufer- als auch für die Verkäuferseite. „Gerade in Unternehmenstransaktionen sind beide Themen eng verzahnt. Wer heute technologisch bereits einen Schritt weiter ist als seine Konkurrenten, wird auch im Verkaufsfall besser aufgestellt sein“, sagt der Berater, „außerdem wird es für führende Mittelständler immer wichtiger, heute in neue Technologien oder digitale Geschäftsmodelle zu investieren – z.B. durch Digitalausbau der eigenen Prozesse oder einen Unternehmenszukauf – damit sie morgen wettbewerbsfähiger sind.“

Gut vorbereitete Transaktionen bedingen höhere Verkaufspreise

Die wichtigsten Parameter für eine erfolgreiche Übergabe sieht Heiko Thomas in der Vorbereitung und in der Entscheidung, sich sukzessive aus dem operativen Geschäft zurückzuziehen. „Studien zeigen, dass sich durch gut vorbereitete Transaktionen ein um über 70 Prozent höherer Kaufpreis erzielen lässt“, so der erfahrene Berater, „außerdem sollte das operative Geschäft von Ihnen als Unternehmer unabhängiger werden, schließlich sind Sie später auch nicht mehr dabei.“ Von Selbstverkäufen rät er ab, da ein Scheitern die Reputation der Firma verletzen und die Mitarbeiter verunsichern könnte. Vielmehr verweist er auf Spezialisten wie intelligentis, deren Berater mit einem großen Netzwerk an seriösen Investoren zusammenarbeiten. „Unsere Stärke ist, dass wir selbst als erfolgreiche Unternehmer tätig sind oder waren und die Wünsche und Schmerzpunkte eines Unternehmers kennen“, sagt Heiko Thomas.

Engagement im deutsch-russischen Kulturinstitut in Dresden

Er selbst hat sich inzwischen weitgehend zurückgezogen und verbringt seine Zeit gerne in Russland. „Da ich als Unternehmer viel in Russland war, habe ich die russische Sprache und die herzliche Lebensart der Menschen lieben gelernt“, stellt er fest. Oft nutze er seinen Aufenthalt, um sich seinem Hobby Oldtimer und -Rallyefahren zu widmen. Daheim in Dresden engagiert sich Heiko Thomas im deutsch-Russischen Kulturinstitut – und dafür, dass Unternehmensübergaben erfolgreich verlaufen. „Auch wenn man im Moment nicht verkaufen möchte, kann es schneller gehen als man denkt. Es ist wie im Sport: Man sollte aufhören, wenn es am Schönsten ist.“

 

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung: Mirko Nagel, Leiter Family Office, Weberbank Actiengesellschaft, Tel.: (030) 897 98 – 241, mirko.nagel@weberbank.de

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