Warum wir Wachstum brauchen

Warum wir Wachstum brauchen


Was wächst, trägt die Veränderung in sich. Den Prozess deshalb abzulehnen, ist zu kurz gedacht: Wachstum ist essentiell, um die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen in Zukunft zu meistern.

Was wächst, trägt die Veränderung in sich. Den Prozess deshalb abzulehnen, ist zu kurz gedacht: Wachstum ist essentiell, um die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen in Zukunft zu meistern.

Text: Patrick Lindner, Foto: Patrick Reichboth

In den vergangenen vier Jahren ist die deutsche Wirtschaft kontinuierlich gewachsen – 2018 um 1,5 Prozent. Parallel hierzu fiel die Arbeitslosenquote um über 1,5 Prozent und erreichte im Dezember sogar den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. „Dies ist auch der positiven konjunkturellen Entwicklung geschuldet.“, erklärte Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit zu Beginn des Jahres. Auch wenn Kritiker einige der neugeschaffenen sozialversicherungspflichtigen Stellen als verbesserungswürdig bezeichnen, gilt für das Gros, dass sie Menschen in Arbeit bringen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sichern.

Mehr Budget für die Bundesministerien

Gemeinsam mit allen anderen Beschäftigten und Unternehmen entrichten diese Personen wiederum Steuern, die zur Verbesserung der Lebensqualität in Deutschland genutzt werden. Allein das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit erhält dieses Jahr 15,8 Prozent mehr Budget. Die Bundesministerien für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie Bildung und Forschung dürfen sich über Etaterhöhungen von 5,2 bzw. 3,7 Prozent freuen. Auf neue Schulden kann dank der großen Steuereinnahmen zum sechsten Mal in Folge verzichtet werden. Viel zu mosern, gibt es an diesen Stellen nicht.

Berlin ist „Deutscher Wachstumsmeister“

Nirgends floriert die Wirtschaft zurzeit so sehr wie an der Spree. Neben dem Prädikat „Start-up-Hauptstadt“ darf Berlin auch erstmals den Titel als „Deutscher Wachstumsmeister“ für sich beanspruchen. 3,1 Prozent Wirtschaftswachstum vermeldete der Senat für das Jahr 2018, hauptsächlich getragen durch den Technologie- und Dienstleistungssektor. Das sind 1,7 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Dieser Trend kommt auch den Berlinern zu Gute: Die durchschnittlichen Bruttolöhne sind hierzulande 2018 auf 36.146 Euro geklettert (+ 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Steuereinnahmen sollen in Infrastrukturprojekte fließen

Neben höheren Investitionen in den Schuldenabbau und die Schaffung der gesetzlichen Grundlage zur Errichtung eines Sondervermögens Infrastruktur der Wachsenden Stadt sowie zur Errichtung eines Nachhaltigkeitsfonds (SIWANA) will der Berliner Senat seine sprudelnden Steuereinnahmen vor allem für Infrastrukturprojekte aufwenden (rund 725 Millionen). Konkret heißt das zum Beispiel, dass sich alle Schüler der Klassen 1 bis 6 ab sofort über gratis Mittagessen und ÖPNV-Tickets freuen können. Man siehe, Wachstum kann durchaus positive Zahlen liefern – im Großen wie im Kleinen.

Für alle Fragen rund um Ihr Vermögen steht Ihnen Roland Lis, Berater Privatkunden, Weberbank Actiengesellschaft, telefonisch und per E-Mail zur Verfügung: Tel.: (030) 897 98 – 403, E-Mail: roland.lis@weberbank.de

Diesen Artikel empfehlen