Love, Ren Hang

Love, Ren Hang


Ren Hang zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografen Chinas. Seine Werke sind ebenso verspielt wie provokant und beschreiben das Lebensgefühl einer jungen Generation. Das C/O Berlin zeigt „Love, Ren Hang“ ab dem 6. Dezember 2019.

Ren Hang zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografen Chinas. Seine Werke sind ebenso verspielt wie provokant und beschreiben das Lebensgefühl einer jungen Generation. Das C/O Berlin zeigt „Love, Ren Hang“ ab dem 6. Dezember 2019.

Text: Katharina Hummert, Foto: David von Becker

Die junge Frau ist schön, doch ihr Gesicht mit den blutrot geschminkten Lippen ist ausdruckslos. Sie hat einen großen Schwan an sich gedrückt, der seinen Hals vor ihre Augen legt. Befremdlich ist das Foto, traurig irgendwie. Es ist ein Werk von Ren Hang aus 2015 und eines von mehr als 150 Exponaten der Ausstellung „Love, Ren Hang“, die am 6. Dezember im C/O Berlin eröffnet wird. Damit wird zum ersten Mal in Deutschland eine umfassende Retrospektive des 2017 mit nur 29 Jahren verstorbenen Fotografen und Lyrikers gezeigt.

Symbole für die Rebellion gegen Konventionen

Ren Hang, der in Peking lebte und arbeitete, fotografierte analog. Seine Werke erzählen von den Gefühlen, Sehnsüchten, Ängsten und der Einsamkeit einer jungen Generation in seinem Land. Die Fotografien stehen symbolhaft für die Rebellion gegen die Konventionen eines restriktiven Regimes. Die Menschen in seinen sorgfältig inszenierten Werken sind zumeist Freundinnen und Freunde, bleiben jedoch stets anonym und unbekannt. Auch die Fotografien tragen weder Titel noch Ort oder Datum.

Posthum stetig wachsende Anhängerschaft

Hang zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografen Chinas; bereits 2010 – mit erst 22 Jahren – wurde er mit dem Third Annual Prize for Contemporary Art ausgezeichnet. Er hinterlässt ein umfangreiches Werk, das er in Fotobüchern, auf seiner Website und in sozialen Medien veröffentlichte und erfährt posthum eine stetig wachsende Anhängerschaft. Die Ausstellung „Love, Ren Hang“ war im Maison Européene de la Photographie in Paris zu sehen, bevor sie nun in Berlin eröffnet wird. Ausstellungsende ist der 20. Februar 2020.

 

Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung: Luzi Teber, Leiterin Marketing und Kommunikation, Weberbank Actiengesellschaft, Tel.: (030) 897 98 – 380, luzi.teber@weberbank.de

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